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Montage einer zentralen Lüftungsanlage – worauf Sie als Bauherr achten sollten!


Bei der Montage einer zentralen Lüftungsanlage kann es immer wieder zu handwerklichen Fehlern kommen. In diesem Artikel informieren wir Sie welche die häufigsten sind. So wissen Sie als Bauherr und Auftraggeber genau, wo sich ein prüfender Blick und kritisches Hinterfragen lohnt.

  1. Konsequente Dämmung der Luftleitungen
    Kondensatbildung innerhalb der Luftleitungen möchten Sie unbedingt verhindern, denn wo Feuchtigkeit ist, ist der Schimmel nicht fern. Die Sporen würden durch die Lüftungsanlage in die Wohnräume transportiert. Das ist nicht nur unhygienisch, sondern auch sehr ungesund. Die gute Nachricht: Durch eine sachgemäße Dämmung der Luftleitungen außerhalb der thermischen Hülle (kalter Keller oder Dachboden) gem. Lüftungsnorm DIN 1946-6 ist die Bildung von Tauwasser ausgeschlossen. Zugleich sorgt die Dämmung für eine bessere Energieeffizienz, denn es geht weniger Wärme verloren.

    Diese beiden Fälle sollten Sie im Hinterkopf haben:

    a) kalte Luft soll durch warme Bereiche transportiert werden:

    Es besteht das Risiko einer Kondensation auf der Leitungs-Außenseite. Die Außen- und Fortluftleitungen müssen mit einer dampfdiffusionsdichten Dämmung ummantelt werden. Wichtig: Die Dämmung muss bei ungedämmten Außenwanddurchführungen bis in die kalten Bereiche der Außenwand reichen.

    b) warme Luft soll durch kalte Räume transportiert werden:

    Es besteht das Risiko einer Kondensation innerhalb der Abluftleitung. Die Zu- und Abluftleitungen müssen vor Wärmeverlusten geschützt werden. Die Dämmdicke hängt von der Umgebungstemperatur ab.

  2. Sauberkeit und Schutz der Komponenten auf der Baustelle
    Während der Bauphase fällt sehr viel Staub, Feuchtigkeit und Schutz an, das kann nicht vermieden werden. Es ist essentiell die Komponenten Ihrer zentralen Lüftungsanlage konsequent zu schützen, sonst drohen spätere hygienische Probleme oder Korrosionen.

    Dafür liefert Home Perfect zu jedem relevanten Bauteil passende Abdeckungen und Verschlusskappen, die das Innenleben sauber halten. Achten Sie darauf, dass dieses Zubehör auch eingesetzt und nicht achtlos als vermeidlicher Verpackungsmüll entsorgt wird.

    Nicht nur die Zwischengelagerten Teile wie Leitungen, Schallschutz, Auslässe müssen vor Staub und Schmutz geschützt werden, auch bereits installierte Luftleitungen müssen bis zur Inbetriebnahme im sauberen Umfeld sorgfältig verschlossen bleiben.

    Diese Anforderung bezieht sich nicht nur auf die zwischengelagerten Luftleitungen, Schalldämpfer, Auslässe etc., sondern auch auf die installierten Luftleitungsabschnitte. Geschieht dies nicht oder nicht sorgfältig genug, kann es neben hygienischen Problemen auch zu Korrosionserscheinungen in den Komponenten kommen.

  3. Verwendung hochwertiger Originalteile
    Achten Sie darauf, dass die verwendeten Luftleitungsmaterialien Originalbauteile sind. Immer wieder kommt es zur Verwendung preisgünstiger Alternativen, die nicht für diesen Zweck geeignet sind. Ragen zum Beispiel kleine Teile in den Luftstrom, oder ist die Oberfläche sehr rau oder nicht abriebbeständig, werden sich nach einiger Zeit Schmutzpartikel anlagern.

    Ein weiterer Nebeneffekt sind unangenehme Strömungsgeräusche und eine Druckverminderung

    Wickelfalzrohre, die an Engstellen mehrfach geknickt, eingedrückt und schlecht aufgesteckt werden dürfen auf keinen Fall verwendet werden!

    Auch bei der Abdichtung der Komponenten sollten ausschließlich vom Hersteller empfohlene Materialien verwendet werden.

  4. Sorgfältige Verbindung und Abdichtung der Komponenten
    Um einen unkontrollierten Luft- ein oder Austritt innerhalb des Zentralen Lüftungssystems zu vermeiden, müssen alle Komponenten gewissenhaft verbunden und abgedichtet werden. Achten Sie hier besonders auf Sorgfalt, denn die Funktionsfähigkeit Ihrer Anlage kann durch Undichtigkeiten stark eingeschränkt werden, der Energieverbrauch steigt und es kann Schmutz eindringen.

  5. Sachgemäße Inbetriebnahme
    Die Inbetriebnahme Ihrer Anlage sollte immer durch einen Fachbetrieb erfolgen. Dabei sollten folgende Punkte immer erfüllt sein:

  • Sauberkeit der Räume: Die Anlage darf erst in Betrieb genommen werden, wenn weder Bauschmutz noch Feuchtigkeit in die zentrale Lüftungsanlage eindringen können, andernfalls würden die Filter verschmutzt.
  • Einstellung der Lüftungsstufen am Zentralgerät
  • Kontrolle der Luftfilter, Sitz, Qualität und Sauberkeit
  • Einstellung der Zu- und Abluftströme gemäß des Lüftungsplans
  • Erstellung eines Protokolls und der hygienespezifischen Dokumentation

    Abschließend sollten Sie sich als Betreiber der Zentralen Lüftungsanlage gründlich in die Funktionsweise und Bedienung einweisen lassen. Nicht nur die Regelung, sondern auch den Filterwechsel sollten Sie beherrschen, zudem sollten Sie die Wartungsintervalle kennen und eine ordentliche Bedienungsanleitung erhalten.


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